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LivTom Informationsangebot Sparen & Zinsen 2026
Stand: 1. August 2026
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Tagesgeld, Festgeld und die reale Rendite: Was Sparer in Deutschland 2026 nach Steuern und Inflation behalten

Die Europäische Zentralbank hält den Einlagesatz bei 2,25 Prozent, und viele Banken werben mit attraktiven Zinsen. Was am Ende wirklich übrig bleibt, entscheiden jedoch Sparerpauschbetrag, Abgeltungssteuer und die Inflation.

2,25 %
EZB-Einlagesatz
Stand August 2026
1.000 €
Sparerpauschbetrag
pro Person und Jahr
26,375 %
Abgeltungssteuer
inkl. Solidaritätszuschlag
2,3 %
Inflation
Juni 2026

Gesponserter Informationsbeitrag von LivTom · Stand: 1. August 2026

Vorab zur Einordnung Dieser Beitrag bietet allgemeine Verbraucherinformationen zu Zinsen, Steuern und Kaufkraft. Er stellt keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Anlageberatung dar und ist keine Empfehlung für oder gegen ein bestimmtes Produkt oder einen Anbieter. Für Entscheidungen zu Ihrer persönlichen Situation ziehen Sie bitte eine unabhängige Beraterin oder einen unabhängigen Berater sowie Ihr Kreditinstitut hinzu.

Auf einen Blick

  • Der EZB-Einlagesatz liegt seit Juni 2026 bei 2,25 Prozent und wurde zuletzt im Juli 2026 unverändert bestätigt.
  • Zinserträge bleiben bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei, bei zusammenveranlagten Paaren bis 2.000 Euro.
  • Oberhalb des Freibetrags fallen 26,375 Prozent Abgeltungssteuer inklusive Solidaritätszuschlag an, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer.
  • Die Inflation lag im Juni 2026 bei 2,3 Prozent. Liegt die Rendite nach Steuern darunter, verliert das Ersparte real an Kaufkraft.
  • Ohne gültigen Freistellungsauftrag behält die Bank auch auf kleine Zinsbeträge Steuern ein.

Warum der Bruttozins allein wenig aussagt

Ein beworbener Zinssatz ist zunächst nur eine Bruttoangabe. Was davon tatsächlich beim Sparer ankommt, hängt von zwei Faktoren ab: der Besteuerung der Erträge und der Kaufkraft, die die Inflation übrig lässt.

Auf Zinsen aus Tagesgeld, Festgeld oder Sparbüchern erhebt der Staat die Abgeltungssteuer. Sie beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, zusammen also 26,375 Prozent, gegebenenfalls kommt Kirchensteuer hinzu. Steuerfrei bleiben Erträge nur bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags von 1.000 Euro pro Person und Jahr. Erst der Betrag darüber wird versteuert.

Ein Rechenbeispiel: Was von 2,25 Prozent Zinsen übrig bleibt

Angenommen, jemand legt 60.000 Euro zu 2,25 Prozent an. Das ergibt im Jahr rund 1.350 Euro an Zinsen. Vom Sparerpauschbetrag sind 1.000 Euro steuerfrei, die verbleibenden 350 Euro werden mit 26,375 Prozent belastet, das sind rund 92 Euro Steuer.

Nach Steuern verbleiben also etwa 1.258 Euro, was einer Rendite von rund 2,10 Prozent entspricht. Da die Inflation im Juni 2026 bei 2,3 Prozent lag, bleibt die reale Rendite in diesem Beispiel knapp negativ: Das Guthaben wächst nominal, verliert aber leicht an Kaufkraft.

rund 44.000 €

Bis zu diesem Anlagebetrag bleiben Zinserträge bei 2,25 Prozent Verzinsung durch den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro vollständig steuerfrei.

Person sichtet Kontoauszüge und eine Sparübersicht am Tisch
Steuern und Inflation entscheiden darüber, was von den Zinsen real übrig bleibt, nicht der beworbene Bruttozins allein.

Tagesgeld im Vergleich: beispielhafte Konditionen

Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zinssatz ist variabel und kann sich jederzeit ändern. Die folgende Übersicht zeigt typische Spannen am Markt. Es handelt sich um beispielhafte Größenordnungen, nicht um konkrete Angebote.

AngebotstypBeispielhafter Zinssatz p.a.Hinweis
Neukunden-Aktionszins (befristet)2,80 bis 3,30 %meist 3 bis 6 Monate garantiert, danach variabler Basiszins
Unbefristetes Tagesgeld (Direktbanken)2,00 bis 2,50 %variabel, jederzeit verfügbar
Standard-Tagesgeld (Filialbanken)0,25 bis 0,75 %häufig deutlich unter den Online-Angeboten

Beispielhafte Spannen, Stand August 2026. Keine Empfehlung, keine Vermittlung, keine Gewähr für Vollständigkeit. Konditionen ändern sich laufend.

Festgeld: feste Zinsen für eine feste Laufzeit

Beim Festgeld wird das Guthaben für eine vereinbarte Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt. Der Vorteil ist Planbarkeit, der Nachteil, dass während der Laufzeit in der Regel nicht auf das Geld zugegriffen werden kann.

LaufzeitBeispielhafter Zinssatz p.a.Hinweis
12 Monate2,60 bis 3,10 %kurze Bindung, gute Vergleichbarkeit
24 Monate2,70 bis 3,25 %Zinssatz über die gesamte Laufzeit fest
36 Monate2,60 bis 3,10 %längere Bindung, Zinsänderungen wirken sich nicht aus

Beispielhafte Spannen, Stand August 2026. Keine Empfehlung, keine Vermittlung.

Einlagensicherung: Innerhalb der EU sind Guthaben je Bank und Kunde bis 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei Angeboten ausländischer Banken lohnt ein Blick darauf, welches nationale Sicherungssystem greift.

Warum der Freistellungsauftrag wichtig bleibt

Damit der Sparerpauschbetrag automatisch berücksichtigt wird, muss der Bank ein Freistellungsauftrag vorliegen. Fehlt er, behält die Bank die Abgeltungssteuer auch auf kleine Zinsbeträge ein. Zu viel gezahlte Steuer lässt sich später über die Einkommensteuererklärung zurückholen, das bedeutet aber zusätzlichen Aufwand.

Wer Guthaben auf mehrere Banken verteilt, kann den Freibetrag von 1.000 Euro auf die Institute aufteilen. Wichtig ist, dass die Summe aller Freistellungsaufträge den Pauschbetrag nicht überschreitet.

Münzen, Taschenrechner und Notizblock auf einem Schreibtisch
Erst nach Abzug von Steuern und Inflation zeigt sich, ob eine Anlage die Kaufkraft erhält.

Was die Inflation von der Rendite übrig lässt

Die reale Rendite ist die Nettorendite abzüglich der Inflation. Sie zeigt, ob das Ersparte an Kaufkraft gewinnt oder verliert. Im Juni 2026 lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,3 Prozent. Für Juli 2026 deutete das Statistische Bundesamt einen höheren Wert an, unter anderem wegen gestiegener Energiepreise.

Für Sparer heißt das: Ein unbefristetes Tagesgeld um 2,25 Prozent liegt vor Steuern etwa auf Höhe der Inflation, nach Steuern häufig knapp darunter. Ein befristeter Aktionszins oder ein Festgeld oberhalb der Inflationsrate kann die Kaufkraft dagegen erhalten, solange der Zins über der Teuerung bleibt. Da sich sowohl Zinsen als auch Inflation ändern, lohnt ein regelmäßiger Blick auf beide Größen.

Person vergleicht Sparangebote am Laptop
Zinssätze und Inflationsraten ändern sich laufend. Ein regelmäßiger Vergleich hilft, die reale Rendite im Blick zu behalten.

Häufige Fragen zu Sparzinsen und Steuern 2026

Der Sparerpauschbetrag liegt 2026 bei 1.000 Euro pro Person und Jahr. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt er sich auf 2.000 Euro. Bis zu dieser Höhe bleiben Kapitalerträge steuerfrei.
Auf Kapitalerträge oberhalb des Sparerpauschbetrags wird die Abgeltungssteuer erhoben: 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent. Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt zusätzlich Kirchensteuer.
Die reale Rendite ist die Rendite nach Abzug von Steuern und Inflation. Liegt sie über null, gewinnt das Ersparte an Kaufkraft. Liegt sie darunter, verliert es real an Wert, auch wenn der Kontostand nominal steigt.
Ein Freistellungsauftrag sorgt dafür, dass Ihre Bank den Sparerpauschbetrag automatisch berücksichtigt. Ohne ihn wird auch auf kleine Zinsbeträge Abgeltungssteuer einbehalten. Sie können den Freibetrag auf mehrere Banken aufteilen, insgesamt aber nur bis 1.000 Euro pro Person.
Innerhalb der EU sind Guthaben je Bank und Kunde bis 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei Angeboten ausländischer Banken sollten Sie prüfen, welches nationale Sicherungssystem zuständig ist.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Angaben auf dieser Seite beruhen auf öffentlichen Veröffentlichungen. Ausführliche und aktuelle Informationen finden Sie direkt bei den zuständigen Stellen.

Europäische ZentralbankAktuelle Leitzinsen der EZB (Einlagesatz)
ecb.europa.eu
Europäische ZentralbankUmsetzung der Geldpolitik im Euroraum
ecb.europa.eu
Statistisches BundesamtPressemitteilung zur Inflationsrate Juni 2026
destatis.de
Statistisches BundesamtVerbraucherpreisindex und Inflationsrate
destatis.de
Bundeszentralamt für SteuernInformationen zu Kapitalerträgen und Freistellungsauftrag
bzst.de
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Bei inhaltlichen Fragen zu diesem Informationsangebot können Sie uns per E-Mail erreichen. Eine individuelle Anlage- oder Steuerberatung findet hier nicht statt.

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Wichtiger Hinweis LivTom stellt allgemeine Informationen zu Spar- und Finanzthemen bereit. Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und enthält keine Empfehlung einzelner Produkte oder Anbieter. Alle Angaben, insbesondere Zinssätze, sind beispielhaft und beruhen auf dem Stand vom 1. August 2026. Sie können sich jederzeit ändern.

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